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Hausaufgaben

Jedes Kind/ jeder Jugendlicher besucht eine Schule, die am ehesten seinen/ihren Fähigkeiten entspricht. Dieses regelmäßig zu prüfen, Förderungsbedarf zu erkennen und anzubieten, im ständigen Austausch mit den Lehrern zu sein, ist selbstverständlich. Im Umkreis befinden sich alle Regelschulen, die größtenteils zu Fuß zu erreichen sind. Wenn ein neues Kind/ Jugendlicher in die Wohngruppe kommt und ein Verbleib in der "alten" Schule sinnvoll erscheint und der Anfahrtsweg zu bewältigen ist, ist dies natürlich möglich und wird unterstützt.

Die MitarbeiterInnen der Wohngruppe nehmen durch regelmäßigen Austausch im Teamgespräch die schulische Situation jedes Bewohners in den Blick. Sie suchen kreativ nach Unterstützungsmöglichkeiten bei Schulmüdigkeit, Motivation- und Konzentrationsschwächen, Unter- oder Überforderung.

Die ErzieherInnen bieten den Bewohnern an, durch gezielte Hilfen in der Hausaufgabenzeit ihre schulischen Leistungen zu verbessern.

Es gibt in der Wohngruppe eine feste Hausaufgabenzeit, in der die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit haben, in reizarmer Umgebung ihre Aufgaben für die Schule zu erledigen. Das heißt:

In der Zeit von 14.00-15.00 Uhr ist das Telefon auf den Anrufbeantworter geschaltet. Es finden in der Zeit keine Gespräche mit Außenstehenden statt. Besuche gibt es in dieser Zeit ebenfalls nicht. Einkäufe und Arztbesuche werden nach Möglichkeit immer erst anschließend erledigt. Unternehmungen beginnen erst ab 15.00 Uhr.

Alle Kinder und Jugendliche sind in dieser Zeit in der Wohngruppe in ihren Zimmern und erledigen ihre Hausaufgaben, Übungsaufgaben oder bereiten sich auf anstehende Klassenarbeiten vor. Sie finden Unterstützung bei den Erziehern, die Unterstützung und Einzelhilfe anbieten.

Die meisten Kinder/ Jugendlichen führen ein Hausaufgabenheft. Die Schultasche wird in der Regel gemeinsam mit dem Kind/ Jugendlichem durchgeschaut, der Schultag Stunde für Stunde durchgesprochen, fehlende Materialien ergänzt, schriftliche Aufgaben nachgeschaut und mündliche Aufgaben werden abgehört. Klassenarbeiten werden besprochen, die erhaltende Zensur ins "Tagebuch"(*) eingetragen, die Arbeit unterschrieben. Übungsaufgaben festgelegt und kontrolliert. Je älter der/ die Jugendliche ist, umso mehr wird von ihr/ihm erwartet, dass er/sie selbständig die Aufgaben erledigt und fragt, wenn Hilfe benötigt wird.

Der Austausch mit dem Klassen- oder Fachlehrer ist so gestaltet, dass in regelmäßigen Abständen die schulische Situation besprochen wird. Hier werden engere oder weitere Kontrollen etc. besprochen. Wenn Kinder und Jugendliche schulfrei hatten können sie in der Zeit von 14-15 Uhr in ihrem Zimmer lesen, malen, leise Musikhören, spielen etc.

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